Mitmachen statt zuschauen ist wichtig
Atmen Sie auf: Kein Mann ist von Natur aus ein Superpapa, der bei der Wehengymnastik hechelt, die Nabelschnur durchtrennt und gekonnt das schreiende Baby beruhigt. Jeder künftige Vater muss sich erst mal seinen Platz neben Mutter und Kind suchen. Der eine schafft das schnell und plaudert mit dem Bauch, der andere wärmt erst beschwingt Fläschchen, wenn das Kind da ist. Beides ist gut. Wichtig ist nur, dass der Vater sich nicht ausklinkt und zum Zuschauer wird aus Bequemlichkeit, weil er über Babys wenig weiß oder aus zu großem Respekt vor dem Mutter-Kind-Duo. Kinder brauchen ihren Vater von Anfang an.
"Je früher der Mann in den Babyalltag einsteigt, desto besser", sagt die Münchner Psychologin und Familienexpertin Johanna Graf, "denn er erfüllt wichtige Aufgaben: Er entlastet die Partnerin und motiviert sie das kommt dem Kind zugute. Zudem ist sein körperlicher Umgang mit dem Baby wichtig für dessen gesunde Entwicklung."
Gut also, wenn die Familie von Anfang an ein Team bildet. "Wie eine Mannschaft beim Ballsport sollten Eltern früh klären, wer welche Aufgaben übernimmt und wo Zusammenarbeit gefragt ist", so Graf. "Das geht natürlich nur, wenn der Vater mitmacht."