Mitgehen zu den Vorsorgeuntersuchungen ?

Im Laufe des dritten Monats steht gewöhnlich die erste von zehn Vorsorgeuntersuchungen an, auf die eine Schwangere gesetzlichen Anspruch hat. Der Sinn der Untersuchungen besteht darin, mögliche Risiken für Mutter und Kind rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

Die meisten Hebammen und gynäkologischen Praxen sind heute darauf eingestellt, dass Männer ihre Partnerinnen bei den Untersuchungsterminen begleiten können – wenn beide das wollen. Wer als Mann bei der vaginalen Untersuchung dabei sein möchte, sollte vorher mit seiner Partnerin darüber reden, ob etwas dagegen spricht.

Viele Paare erleben die gemeinsamen Arztbesuche als kleine Auszeiten, in denen sie sich gewissermaßen "gemeinsam schwanger" fühlen können. Meist fällt es dann leichter, über Wünsche und Sorgen zu sprechen. Auch kann der Mann der Ärztin oder dem Arzt Fragen stellen, die ihn beschäftigen.

Mitunter fühlen Männer sich auch fehl am Platz, weil sie in der Arztpraxis nicht wirklich in das Geschehen einbezogen werden. Wen das stört, der sollte sich ruhig zu Wort melden. Sich in dieser für ihn fremden Welt zurechtzufinden, kann für den Mann eine gute Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt sein.

Es empfiehlt sich, die Vorsorgetermine ans Ende der Sprechstundenzeit zu legen. Umso weniger zeitliche Probleme gibt es mit dem Arbeitgeber. Ein Anrecht auf Freistellung von der Arbeit haben Männer für die Vorsorgetermine nicht.