Beschreibung
Die Hausgeburt wird am seltensten durchgeführt. Nur wenige Frauen trauen sich diese Geburt zu. Sie erfordert sehr viel Vertrauen in sich selbst und gute Vorbereitung. Wenn ihr Euch für eine Hausgeburt entscheidet, sucht Euch frühzeitig eine Hebamme, die diese durchführt. Eine rasche Anmeldung ist nötig, denn die Kapazitäten sind nicht sehr groß. Spätestens in der 22.-24. Schwangerschaftswoche solltet ihr eine Hebamme gefunden haben. Welche Hebamme Hausgeburten anbietet, erfahrt ihr bei Eurem Arzt (oder bei mir) . Diese Hebamme wird Euch durch die ganze Schwangerschaft betreuen, Ihr fasst Vertrauen zu ihr und sie lernt Euch kennen. Das ist sehr wichtig, denn bei einer Hausgeburt steht Vertrauen zueinander an oberster Stelle.
Im Vorfeld benötigt Ihr :
- Kissen, Lagerungskissen, Pezziball etc., um sich während der Wehen entspannen zu können.
- Mehrere saubere Handtücher, auch um den Boden damit abzudecken.
- Eine wasserfeste Unterlage für das Bett und eine Plastikfolie für den Boden.
- Ausreichend Lichtquellen, falls die Hebamme einen Dammschnitt machen muß.
- Wenn nötig, Heizgeräte oder einen Ventilator.
- Heißes Wasser und Seife.
- Müllsäcke für die Abfallentsorgung.
- Kleidung, Windeln etc. für das Baby.
...und
Denkt bitte auch daran, dass die Hebamme auch Hunger und Durst kriegen kann. Sie wird von Euch dann mit versorgt. Habt Ihr schon Kinder, ist es sinnvoll für eine Betreuung zu sorgen. Es spricht nichts dagegen, wenn Kinder eine Geburt miterleben wollen, aber es kann auch einmal zu Komplikationen kommen. Und die sollen Kinder nicht unbedingt miterleben. Auch wenn Ihr eine Hausgeburt plant, packt trotzdem eine Kliniktasche. Denn kommt es zu Problemen, wird euch die Hebamme in eine Klinik einweisen. Meist ist dann keine Zeit mehr dazu.